Playboy wird verkauft
Herren-Magazin Playboy ein Opfer der neuen Medien oder Opfer der Wirtschaftskrise? Jedenfalls denkt der Playboy-Konzern
über einen Verkauf nach. Eigenen Angaben zufolge gerät das von
Erotikguru Hugh Hefner gegründete Unternehmen in Folge der Wirtschaftskrise
immer stärker unter Druck. Schon in den vergangenen Monaten verdichteten sich
die Gerüchte um ein mögliches Aus des Kultmagazins. Angesichts schrumpfender
Werbeeinnahmen und Leserschwund muss Playboy nun die Reißleine ziehen. Im
Abo-Geschäft verzeichnete der Verlag deutliche Rückgänge, weshalb sich der
Konzern zu Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen gezwungen sah. Der
Publikumsschwund des Magazins sei auf das wachsende Konkurrenzangebot im
Bereich der Erwachsenenmedien zurückzuführen.
Auch andere klassische Magazine leiden unter Leserschwund. So ist auch der US-Verlag Condé Nast in eine Krise gestolpert. Die deutsche Ausgabe des Magazins Vanity Fair
soll eingestellt werden, wie gestern, Mittwoch 18.2.2009, bekannt gegeben wurde. Deutschland verfügt über einen äußerst dichten Markt für
Publikumszeitschriften. Der Wettbewerb unter den Anbietern ist sehr
intensiv. Angesichts des aktuellen konjunkturell bedingten Rückgangs von Lesern
und Abonnenten geraten die Verleger noch stärker unter Druck. Die
Weiterentwicklung der Medienlandschaft durchläuft derzeit einen noch heftigeren
Prozess als bislang üblich, erklärt ein Medien-Experte.
