Toyota ruft weltweit Millionen von Autos wegen Problemen mit dem Gaspedal zurück! Analysten zufolge ist der
Imageschaden für den Brancheprimus enorm. "Toyota hat die Ressourcen,
sich davon zu erholen, aber das ist die größte Krise, in der sie jemals
waren", sagte Jim Ziegler, Auto-Experte in Atlanta. Der finanzielle
Schaden hänge davon ab, wie lange der Konzern die Produktion der
Fahrzeugtypen anhalten müsse, sagten andere Analysten. "Der Verkaufs-
und Produktionsstopp könnte Toyota mindestens 550 Millionen Dollar
kosten", schätzte Koji Endo von Advanced Research Japan.
Toyota weitet laut Mitteilung am Donnerstag seine Rückrufaktion von möglicherweise bis zu
acht Millionen Fahrzeugen auf Europa aus. Japanische Medien zufolge
sollen in Europa zwei Millionen Fahrzeuge betroffen sein. In den USA
hatte der Konzern zuvor den Verkauf von acht Modellen gestoppt und
sechs Millionen Autos in die Werkstätten beordert, nachdem Probleme mit
dem Gaspedal auftraten, die bereits zu Unfällen geführt hatten.
"Die
Kollegen in Japan zählen noch", sagte ein Sprecher von Toyota in
Deutschland der Nachrichtenagentur Reuters. Er rechne damit, dass bis
Freitag klar sei, welche Modelle, Baureihen und Baujahre betroffen
seien. "Die Besitzer werden angeschrieben und können ihre Fahrzeuge
kostenlos reparieren lassen." Es gehe um das gleiche Problem, dass das
Gaspedal schwergängig sei.
Toyota hatte am Mittwoch mitgeteilt,
bei 1,1 Millionen Fahrzeugen in den USA zudem die Gefahr beheben zu
wollen, dass sich die Fußmatte mit dem Gaspedal verklemme und den Wagen
dadurch ungewollt beschleunige. Falls in Europa tatsächlich zwei
Millionen Autos in die Werkstätten müssen, würde sich die Rückrufaktion
auf insgesamt acht Millionen Fahrzeuge erstrecken. Diese Größenordnung
entspricht fast dem gesamten Fahrzeugabsatz des Konzerns in einem Jahr.
Der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge will Toyota auch in
China 75.000 Wagen überprüfen.
01/28,2010
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